Zum Nachdenken (1)

  1. ZUM NACHDENKEN
  2. Jeden Tag Sonne (Phil Bosmans)
  3. Zündfunken für 2002 (P.Andreas)
  4. Memo from God (unbekannt)
  5. Wach´ auf, America! (unbekannt)
  6. Mein Testament (P.Andreas)
  7. Himmel und Hölle - Eine jüdische Legende (P.Andreas) 
  8. Allerheiligen-Irrtum (E.Matl)
  9. Allerheiligen (E.Matl)
  10. Maria I (E.Matl)
  11. Maria II (E.Matl)
  12. "Es war einmal ein Junge ..."
  13. Fasten"kampf" (E.Matl)
  14. "Morgengebet"
  15. "Jahr des Vaters" (Charles de Foucauld)
 Fortsetzung: --- Zum Nachdenken - Teil 2 ---

 

Jeden Tag Sonne

Jeden Tag als eine Gabe,
ein Geschenk annehmen
und, wenn möglich, als ein Fest.
Steh morgens nicht zu spät auf.
Schau in den Spiegel und lach dich selber an
und sag “guten Morgen” zu dir,
dann bist du schon in Übung,
um es auch anderen zu sagen.

Wenn du die Zutaten von “Sonne” kennst,
kannst du sie selber machen,
so gut wie das tägliche Essen.
Nimm eine große Portion Güte,
dazu einen ordentlichen Schuss Geduld,
Geduld mit dir selbst und mit anderen.
Vergiss die Prise Humor nicht,
um die Misserfolge zu verdauen.
Mische ein gehöriges Maß an Arbeitslust hinein
und gieße über alles ein großes Lächeln,
und du hast jeden Tag Sonne.

                            aus Phil Bosmans „Vergiss die Freude nicht“

  

Zündfunken fürs neue Jahr (P. Andreas)

Ganz müde ging ich zur Anbetung. Als ich dort Jesus anschaute, wurde mir ganz warm ums Herz. Ich wollte zuerst nur 1/2 Stunde, dann blieb ich eine ganze in dieser Oase. Das werde ich jetzt jeden Freitag machen.
Regina, 54 J.

Bei der Beichte kam ein derartiger Friede über mich, und alles Geröll war wie weggeblasen ... und eine ganz neue Liebe zu meinem Mann war auf einmal da.
Martha

Daß mich mein Opa schon als 5-Jähriger täglich zur Hl.Messe mitgenommen hat.
P. Andreas

Ich habe nie Ruhe geben können - bei der Anbetung konnte ich endlich auslassen. Immer mußte ich etwas tun. Die tägliche Anbetung ist heilend für mich.
Gerlinde

Bei mir zündet es immer wieder. Wenn der PC nicht hinhaut, wenn ich beim Autofahren unsicher bin - Ich rufe dann den Hl. Geist an, und dann funktioniert´s immer.
Traude, 57 J.

Als heuer im Advent ein Nikolo ausfiel, sprang ich ein - es ging um eine Feier auf der Baumgartner Höhe im Pavillon für Alzheimer-patienten ... So mürrisch ich an diesem Tag vorher war, ich kam nach Hause mit einem vollen Herzen.
Bernd , 61 J.

Mir hilft immer ein längerdauerndes Gebet. Das ist bei mir ein Zündfunke, ein Neubeginn: wenn ich lange beten und nachsinnen kann, was Gott von mir will ...
Theresia, 62 J.

Immer wenn ich für den Herrn auf etwas verzichte (z.B. einen Film, TV), dann werde ich total beschenkt. Was da oft an Überraschungen daherkommt!
Hertha., 62 J.

Seine Frau fragt ihn oft: "Karli, warum hast Du so eine Ruhe?" - "Für mich gibt es keine Termine!"
Karli, 63 J.

"Suchet zuerst das Reich Gottes!" - dann läuft alles andere. Das kann ich überall anwenden.
Franz, 58 J.

Als ich bei "Licht ins Dunkel" sah, wie Behinderte mit ausgebildeten Tänzern tanzten: Wie ihre Augen leuchteten!
Peter, 57 J.

Mein Knackpunkt: Als meine Frau schwerkrank im Spital war, besuchte ich sie dort mit meinem Sohn jeden Tag. Neben dem Spital war eine Kirche. Dort gingen wir täglich zur Hl. Messe. Ich sagte: "Herr, wenn Du mir meine Frau gesund wiedergibst, dann geb ich Dir mein Leben ..." Sie wurde gesund, wir leben jetzt ganz anders - für Ihn!
Herr H.

 

Memo from God (unbekannt)

MEMO FROM GOD

To: YOU
Date: TODAY
From: GOD - The Boss!
Subject: YOURSELF
Reference: LIFE

This is God.

Today I will be handling All of your problems for you.
I do not need your help. So, have a nice day.
I love you.

GOD

P.S.

And, remember....

If life happens to deliver a situation to you that you can not handle,
do not attempt to resolve it yourself !! Kindly put it in the SFGTD
(something for God to do) box. I will get to it in MY TIME.
All situations will be resolved, but in My time, not yours.

P.S.S.

Once the matter is placed into the box, do not hold onto it by
worrying about it. Instead, focus on all the wonderful things
that are present in your life now.

 

Wach´ auf, America! (unbekannt)

Wach´ auf America!

Eine Schülerin ist tot! Von einem jungen Mitschüler ist sie erschossen worden. Die Reporterin Jane Clayson hat mit der Tochter von Billy Graham für das Morgenjournal eine Interview gemacht. Sie fragte Anne Graham: "Wie konnte es Gott erlauben, das so etwas geschieht?"

Anne Graham gab eine sehr tiefe und scharfsehende Antwort: " Ich denke, dass Gott sehr traurig ist über alles, was mit uns geschehen ist. Wir sagen Ihm schon seit langen Jahren: "Gott, geh´ aus unseren Schulen raus, geh´ aus unserer Regierung raus und verlass unser Leben. Er ist ein Gentlemen und zieht sich in aller Stille zurück.

Warum erwarten wir eigentlich von Gott, dass es uns schützen und segnen möge, wenn wir Ihn gleichzeitig auffordern uns zu verlassen?"

Wenn Du keine Zeit hast, dann überfliege bitte wenigstens diese Zeilen.

Ich weiß, dass es schon viele Schreiben über die Terrorangriffe vom 11. September gegeben hat. Aber das hier, muss Dich zum Denken bringen.

Um nur einige der letzten Ereignisse aufzuzählen... Terrorangriffe, Schiesserei in Schulen.

Ja, ich glaube dort fing es an, als Madeleine Murray O´Hare (die erschossen wurde und deren Leichnam vor kurzem wiedergefunden wurde) sich beklagt hat, dass sie kein Gebet in der Schule sprechen will. Wir sagten darauf JA, in Ordnung.

Dann sagte jemand, es ist besser, dass wir keine Bibel in der Schule lesen.....die Bibel sagt nämlich:. Du sollst nicht töten, nicht stehlen und liebe die Nachbarn (deine Nächsten) wie dich selbst. Und wir sagten JA in Ordnung, lesen wir halt nicht in der Bibel.

Nachher wurde von Dr. Benjamin Spock gesagt: Wir sollen unsere Kinder nicht tadeln, wenn sie sich unmöglich benehmen, denn es könnte Ihrem aufgehenden Persönlichkeitsbild schaden, wir könnten damit ihre Selbstwertgefühle ruinieren (Sein Sohn hat Selbstmord begangen).

Wir antworteten: JA in Ordnung, er ist ein Fachmann, er muss ja wissen worüber er spricht.

Dann sagte irgendjemand, dass Lehrer und Erzieher in den Schulen unsere Kinder nicht mehr strafen dürfen, egal wie sie sich in den Klassen aufführen. Es wurde den LehrerInnen auch geraten, dass sie die SchülerInnen nicht berühren sollen, damit sie nicht in Schwierigkeiten geraten. Ihr wollt ja kein schlechte Werbung für die Schule sein. (Es gibt schon einen Unterschied zwischen Berühren und Disziplinierung oder Schlagen, Ohrfeigen treten.. usw.)

Und wir sagten JA, in Ordnung.

Dann sagten sie zu uns, lasst eure Töchter, die noch in die Schule gehen, wenn sie es wollen, abtreiben, ohne das Wissen der Eltern. Und wir sagten JA.

Ein "kluger" Mann sagte, gebt euren Jugendlichen genügend Kondome, sie treiben es sowieso mit euren Töchtern. Jungen sind eben Jungen. Die Eltern müssen es ja nicht wissen. Wir sagten natürlich JA in Ordnung.

Dann sagte einer, (den wir gewählt haben) zu uns, "es ist egal was wir in unserem privaten Leben tun, wenn wir unsere Arbeit nur gut verrichten".

Wir sagten wiederholt JA. Es macht gar nichts aus wer und was jemand in seinem privaten Leben macht (auch wenn es der Präsident ist), solange er seine Arbeit gut macht und unsere Wirtschaft gut funktioniert.

Dann sagte jemand zu uns, Drucken wir Zeitungen mit Fotos von nackten Körpern und benennen wir dieses Phänomen: Die Schönheit des nackten Körpers als gesundes natürliches Wunder.

Dann machte jemand noch einen Schritt vorwärts und publizierte Bilder von nackten Kindern und machte sie auch im Internet zugänglich. Wir sagten dazu JA , wir haben ja Medienfreiheit in unserem Land.

Danach meldete sich die Unterhaltungsbranche und sagte: Machen wir Kino- und Fernsehfilme, sowie die Reklame für Gewalt, Unsittlichkeit und Unzüchtigkeiten. Machen wir auch Lieder, die uns ermutigen zur Vergewaltigung zum Drogenkonsum, zum Morden und Selbstmord und über verschiedene satanische Themen.

Auch dazu sagten wir JA: "Das ist nur Unterhaltung es hat keinerlei schlechte Wirkungen". Außerdem nimmt es niemand ernst. Lassen wir es durchgehen!

Und jetzt? Jetzt fragen wir uns, warum die Kinder kein Gewissen haben? Warum sie keinen Unterschied machen können zwischen Gut und Böse?

Warum es für sie überhaupt kein Problem bedeutet, fremde Menschen, Schulkameraden oder sich selbst zu töten?

Wenn wir oft und lang genug überlegen, können wir es erraten, warum?

Ich glaube es hat damit zu tun: "Wir ernten, was wir gesät haben".

Lieber Gott! Warum hast du das Mädchen, das im Klassenraum getötet worden ist, nicht gerettet? Mit Hochachtung: eine Mitschülerin

Und die Antwort: Liebe Mitschülerin! Ich bin aus der Schule verbannt worden (Ich habe Schulverbot!)

Mit Hochachtung: GOTT

Seltsam. Wie einfach es für Menschen ist, Gott aus Ihrem Leben rauszuwerfen, zu verbannen, Seine Botschaft als blöd, verständnislos, und überholt zu halten und sich dabei zu wundern, wieso die Welt zur Hölle wird?

Es ist erschreckend zu sehen, wieweit die Menschen an das glauben, was in den Zeitungen steht und wie sehr sie daran zweifeln, was in der Bibel geschrieben steht!

Seltsam, wenn einer uns sagt "Ich glaube an Gott" und dabei Satan folgt. Satan "glaubt" eigentlich auch an Gott.

Seltsam, dass wir so schnell zu einer Verurteilung bereit sind, uns selber aber nicht beurteilen lassen!

Seltsam, dass wir bereit sind, Tausende von Witzen wie Buschbrände zu verbreiten, aber wenn der Mensch eine Botschaft vom Herrn hat, wird herumüberlegt, ob es sich lohnt sie zu erzählen.

Seltsam, dass die obszönen, vulgären unsittlichen Witze frei über das Internet laufen können, wobei die klaren Reden über Gott in den Schulen, Arbeitsplätzen (und auch anderswo) unterdrückt werden.

Es ist seltsam: Wie kann jemand Sonntags feurig und begeistert in der Kirche sein und ein unsichtbarer Christ in den folgenden sechs Tagen der Woche? Lachst du?

Es ist merkwürdig, dass Du jetzt überlegen wirst, an wen du diese Zeilen weitergeben kannst, wem sind solche Zeilen zumutbar, wer kann das verstehen, wen kann man damit belasten. Was werden sie sagen und denken von mir, wenn ich so etwas weitergebe?

Es ist seltsam, dass es dich mehr interessiert, was die Menschen von dir sagen als was Gott von dir will?

Also, wenn Du diese Zeilen für wertvoll hältst, gib sie bitte weiter. Wenn nicht, schmeiß sie weg, es wird niemand erfahren.

Wenn du das tust, setz´ dich aber nicht wieder hin und klage, wie schlimm es in unserer Welt zugeht! J.H.

(übersetzt aus dem Ungarischen von Br.Tamas)

 

Mein Testament (P. Andreas)

Ich stelle mir vor: Ich sitze allein in meinem Zimmer oder auf einer grünen Wiese und benütze diese Gelegenheit, für meine Freunde, für meine Lieben eine Art Testament, eine Bilanz meines Lebens aufzuschreiben. Die folgenden Sätze sind mögliche Überschriften für die einzelnen Kapitel:

  • Diese Dinge in meinem Leben habe ich geliebt ...
    (Dinge, die ich schmeckte, roch anschaute, hörte, berührte)

  • Diese Erfahrungen haben mir gut getan ...

  • Diese Gedanken haben mich befreit ...

  • Diesen Auffassungen, Meinungen bin ich entwachsen ...

  • Aus diesen Überzeugungen habe ich gelebt ..

  • Dafür habe ich gelebt und mich eingesetzt ...

  • Zu diesen Einsichten bin ich im Laufe der Zeit meines Lebens gekommen:

  • Diese Wagnisse habe ich auf mich genommen ...

  • Diese Leiden haben mich reifen lassen ...

  • Diese Lektionen hat mich das Leben gelehrt ...

  • Diese Einflüsse (Menschen, Ereignisse, Beschäftigungen, Bücher) haben mein Leben mitgestaltet ...

  • Diese Dinge bedaure ich in meinem Leben ...

  • Diese Schriftstellen haben meinen Lebensweg erleuchtet ...

  • Diese Menschen sind in mein Herz eingeschlossen ...

  • Diese Wünsche und Sehnsüchte sind unerfüllt geblieben ...

Ich horche in mich hinein: Was hat das Schreiben dieses Testaments in mir ausgelöst an inneren Bewegungen, Erkenntnissen, Gefühlen?

Ich überlege: Hätte ich die Möglichkeit, mein Leben noch einmal von vorne zu beginnen, würde ich das wollen?

Wenn ich meinen Freunden einen Rat geben, nur einen Satz zum Abschied sagen könnte, was würde ich sagen?

 

Himmel und Hölle - Eine jüdische Legende

 

Ein Rabbi bat Gott darum, einmal Himmel und Hölle sehen zu dürfen. Gott erlaubte es ihm und gab ihm den Propheten Elia als Führer mit.

Zuerst führte Elia den Rabbi in einen großen Raum, in dessen Mitte auf einem Feueer ein Topf mit einem köstlichen Gericht stand. Rundherum saßen Leute mit langen Löffeln und wollten die Speise aus dem Topf schöpfen. Aber sie sahen alle blaß und mager aus, denn die Stiele waren so lang, daß sie das herrliche Essen nicht in den Mund bringen konnten. Als die beiden Besucher draußen waren, fragte der Rabbi den Propheten, welch seltsamer Ort denn das gewesen sei. Es war die Hölle.

Darauf führte Elia den Rabbi in einen zweiten Raum, der gleich aussah: in der Mitte brannte auch ein feuer und kochte ein ebenso köstliches Essen, Leute saßen mit langen Löffeln in der Hand, aber sie waren alle gut genährt, gesund und glücklich. Denn sie benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig zu essen zu geben. Das war der Himmel.

nacherzählt von P.Andreas

 

Allerheiligen-Irrtum (E. Matl)

Wir Christen wissen, dass der Tag aller Heiligen seit dem 9. Jahrhundert
am 1. November begangen wird und ziehen trotzdem noch immer in Scharen
an diesem Tag auf unsere Friedhofsgräber, um unserer Verstorbenen zu gedenken,
als ob wir die weitläufige Meinung unserer Mitbürger teilen würden,
dass der Tod aller Menschen das absolute Ende darstelle.

Auf diese Weise entziehen wir uns der Fürbitt-Macht aller Heiligen und plagen uns
in unserem einsamen Leben weiterhin alleine mühsam ab.

 

Allerheiligen (E. Matl)

Es gab Heilige, die durch ihr Leben Vorbild waren
und die nach ihrer Heiligsprechung von vielen Gläubigenverehrt und angerufen werden.
Es gab Menschen, die durch ihr rechtmäßiges Leben Vorbild waren und von uns
nach ihrem Tod als leuchtendes Beispiel verehrt und angerufen werden.

Es gibt auch 2001 Menschen in Wien, Menschen in Reindorf, die durch ihr Leben
in der Gemeinde Vorbild sind - und von uns bewundert und immer wieder an ihrem Handy
angerufen und um Rat gefragt werden.

 

Maria I (E. Matl)

 

Maria,

Gottesmutter
Unsere liebe Frau
Unsere Mutter
Königin des Himmels
Mutter vom Guten Rat
Madonna
Mutter der Barmherzigkeit
Trösterin der Betrübten
Rosenkranzkönigen
Mutter Österreichs
Mutter von Mariazell
Pforte des Himmels
Maienkönigin
Friedensbringerin
Gospa
Dir ist das neue Jahrtausend geweiht
Bitte für uns!

  

Maria II (E. Matl)

 

2000 Jahre Maria

Jungfrau, von den Völkern gepriesen,
erfüllt vom Heiligen Geist,
Mutter des Schöpfers, die du
im Stall zu Betlehem Jesus geboren hast,
Mutter Christi, du Fürsorgliche,
besorgt um die Gäste, bei der Hochzeit in Kana,
Mutter des Erlösers, du Leidende,
erduldend den Kreuzestod deines Sohnes,
Du Pforte des Himmels, du Zeugin
der Auferstehung deines Sohnes,
Du Königin vom heiligen Rosenkranz,
uns lehrend das Gebet, das zu Jesus führt,
Du Königin des Friedens, du Treue,
den Menschen die Botschaft bringend Tag für Tag,
Jungfrau voller Güte, du Helferin
unseres Glaubens an deinen heiligen Stätten,
an allen Ort dieser Welt,
wir bitten auch in Reindorf: "Maria hilf!"

 

"Es war einmal ein Junge ..."

 

...der einen schlechten Charakter hatte. Sein Vater gab ihm einen Sack voll Nägel und sagte ihm, er müsse jedes Mal, wenn er die Geduld mit jemandem verliere, einen Nagel in den Gartenzaun schlagen. Am ersten Tag schlug der Junge 37 Nägel in den Gartenzaun. In den folgenden Wochen lernte er, sich zu beherrschen. Die Anzahl Nägel im Gartenzaun wurde immer weniger. Er hatte herausgefunden, dass Nägel zu schlagen mühsamer ist, als sich zu beherrschen.

Endlich kam der Tag, an dem der Junge keinen Nagel mehr schlagen musste. Also ging er zum Vater und sagte ihm das. Der Vater sagte ihm nun, er solle jeden Tag einen Nagel aus dem Gartenzaun herausreißen, wenn er sich beherrsche. Endlich konnte der Junge dem Vater sagen, dass er alle Nägel aus dem Gartenzaun herausgezogen hatte. Der Vater brachte den Jungen vor den Gartenzaun und sagte ihm: "Mein Sohn, du hast dich gut benommen, doch schau dir den Gartenzaun an: Er ist voller Löcher. Der Gartenzaun wird nie mehr so sein wie früher.

Wenn du mit jemandem streitest und du sagst ihm was Böses, dann hinterlässt du auch eine Wunde wie diese hier. Du kannst ein Messer in einen Menschen stechen, und du kannst es nachher herausnehmen, aber die Wunde bleibt.

Bei den "normalen" Menschen macht es nichts aus, wie viel mal du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben. Und eine verbale Wunde, ist gleich schmerzhaft wie eine körperliche Wunde.

Bei uns Christen ist es aber so, dass wir durch das Verzeihen-Können, das "immer wieder Verzeihen-Können" der Bann gebrochen wird und die Narbe jeder Wunde, vielleicht äußerlich, nach wie vor sichtbar ist, aber diese Wunde innerlich GANZ geheilt werden kann.

Dies kann nur geschehen durch die Gnade Gottes und durch unsere Freunde, sind wahre Juwelen, sie bringen dich wieder zum Lachen und sie geben dir Mut. Sie sind bereit dir, zuzuhören, wenn du sie brauchst, sie unterstützen dich und sie öffnen ihr Herz."

Bitte verzeih´ mir für die Löcher, die ich in deinem Gartenzaun gelassen habe...!

 

Fasten"kampf" (E. Matl)

 

Auf allen Enden und Ecken
sehe ich,
wie Menschen kämpfen,
wie Menschen um Anerkennung und Achtung kämpfen,
wie Menschen um Liebe und Geborgenheit kämpfen,
wie Menschen kämpfen ......

ja, sie kämpfen,
und vielleicht ist dies das schlechte daran,
dass wir in solchen
hoffnungslosen Situationen
immer alles ERkämpfen wollen ...
und es lässt sich nicht erkämpfen ....

es lässt sich da schon viel leichter ertragen,
erdulden,
erleiden ....

und siehe da:
das Tragen des Leides in Geduld
wird oft belohnt,
belohnt durch
wunderbare Dinge in unserem Leben
Tag für Tag.

Freilich:
in unserem Kämpfen
sind wir
meist blind
für diese Geschenke Gottes,
wir brauchen
"Blindenführer",
die uns das Helle,
das Schöne
an jedem unserer irdischen Tage
aufzeigen.

Und diese "Blindenführer"
wechseln einander ständig ab,
einmal führst du mich,
einmal führe ich dich,
einmal führt uns ein anderer .......

Glauben wir daran,
dass es das Helle,
das Lichte,
das Schöne
an jedem Tag aufs Neue für uns gibt,
wir müssen nur sehen
und darauf achten,
jeden Tag
den richtigen "Blindenführer" zu haben.

Danke,
dass du mich schon oft
geführt hast!

Herr, lass uns sehen!
Amen

 

"Morgengebet"


So weit, Gott, habe ich heute
alles richtig gemacht.
Ich habe niemanden verleumdet,
habe meine Beherrschung nicht verloren,
war weder gierig, noch unleidlich, nicht ekelhaft
und nicht selbstsüchtig und auch nicht unnachsichtig.
Ich bin sehr dankbar dafür.
Aber in wenigen Minuten, Gott,
werde ich aus diesem Bett aufstehen.
Und von da an benötige ich möglicherweise ein wenig mehr Hilfe.
Amen.

 

"Jahr des Vaters" (Charles de Foucauld)


Mein Vater, ich überlasse mich dir; mach mit mir, was dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In deine Hände lege ich meine Seele.
Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben,
mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen.
Denn du bist mein Vater.

Charles de Foucauld  

 

Fortsetzung unter "Zum Nachdenken - Teil 2" in der Navigationsleiste!