Pfarre Reindorf
Aus dem Pfarrblatt – im Juli/August 2015 PDF Drucken E-Mail
Maria und MarthaDas eine Notwendige

Jesus machte eine Pause. Er kehrte gern ein im Haus der Stille in Bethanien bei seinen Freunden, um sich zu regenerieren. Martha ist im Haus überaktiv. Wenn ihre Schwester Maria Jesus allein in der guten Stube zurückgelassen hätte, um Martha in ihrer Geschäftigkeit zu helfen, wäre Jesu EIGENTLICHER HUNGER nicht gestillt worden.

Jesus erklärt seinen Freunden: "Meine Speise ist es, dass ich den Willen des Vaters vollbringe." (Joh 4,34) Und an anderer Stelle (vgl. Joh 17,4,6,26): "Vater ich habe deinen Willen vollbracht, indem ich all meinen Freunden deinen Namen (dein Wesen) geoffenbart habe und ich werde es weiterhin tun, damit meine Liebe in Ihnen sei, das heißt das göttliche Leben, und sie in uns verbunden sind."

Genau das ist Jesu göttliche Nahrung, die seinen Hunger im eigentlichen stillen und darum ist es notwendig, dass Maria zu seinen Füßen sitzen bleibt. Wo sitzen wir?

Zu Füßen Jesu oder einfach in der Schöpfung Gottes, des Vaters? Im Umherrennen kann man sehr schlecht essen! Das Fast Food, das man in den Öffis von Wien beobachten kann, ist sicher keine Lösung. Es ist notwendig, sich hinzusetzen, abzuschalten, das volle Hirn mit seinen tausend Gedankenketten und -knäuel zu entleeren, zu sitzen und in die Weite der Schöpfung Gottes zu schauen. Hinter dem Horizont das Geheimnis Gottes erahnen und sehen lernen. Oder mit dem kleinen Kind über das Gänseblümchen auf der Wiese zu stauen. Und vielleicht entdeckt jemand sogar in der Wiese ein aufgeblühtes Himmelsschlüsselchen. Gottes Welt in unserer Welt irgendwie aufschließen zu können, im Herzen EIN-FACH Urlaub machen.

Das wünscht Euch

Euer P. Peter