Pfarre Reindorf
9. November – Abschlussgottesdienst 225 Jahre Pfarre Reindorf PDF Drucken E-Mail
Festmesse mit P. Karl Wallner225 Jahre Eucharistiefeier in Reindorf

Vor genau 225 Jahren, am 9. November 1789, wurde in der Pfarrkirche Reindorf die erste Heilige Messe gelesen. Diesen Anlass wollen wir gebührend feiern und wir freuen uns, dass
Pater Dr. Karl Wallner OCist aus dem Stift Heiligenkreuz als Hauptzelebrant gemeinsam mit Seelsorgern von einst und jetzt Eucharistie feiern wird. 

Wir laden herzlich zur Mitfeier der Hl. Messe und zur anschließenden Agape ein. Weiters gibt es am 9. November ein letztes Mal die Möglichkeit, die Ausstellung in der Oberkirche zu besuchen. Mit dieser Festmesse neigt sich das ereignisreiche Jubliäumsjahr, auf das wir voll Freude und Dank zurückblicken, dem Ende zu.

 

 

In der in Kürze herausgegebenen Festbroschüre ist unter dem Titel "Der erste Gottesdienst in der neuen Pfarre" folgendes zu lesen:

Am 8. November 1789 war es dann endlich soweit: Dechant Daßpeckgruber, Pfarrer zum Hl. Hieronymus, konnte die Kirche „Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit“ zu Reindorf „einweihen“. Den Gepflogenheiten in der Zeit der Aufklärung entsprechend erfolgte diese „Inbetriebnahme“ der Kirche in einer schlichten Feier. Ein zweiter Grund, dass die Kirche nicht konsekriert werden konnte, war die Tatsache, dass die Tischplatte des Hochaltars nicht aus einem Stück ist. (Die eigentliche Konsekration der Kirche, sowohl Kirch- und Altarweihe, erfolgte erst fast zwei Jahrhunderte später am 1. März 1981 durch Erzbischof Koadjutor Dr. Franz Jachym gleichzeitig mit der Weihe des damals neu errichteten Volksaltars.) Ein Pfarrer und 2 Kooperatoren nahmen 1789 ihre Tätigkeit in der „Kirche in den Weingärten“ (wie die Kirche anfänglich bezeichnet worden ist) auf. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete man im Jahr 150 Taufen und fast so viele Todesfälle sowie 50 Eheschließungen. Der erste Gottesdienst wurde am 9. November 1789 abgehalten.

Die ersten Eintragungen in den Matrikenbüchern sind folgende:

Erste Taufe: 8. November 1789 durch Kaplan Ambrosius Voith, Franziskaner. Täufling: Elisabeth. Sie war die eheliche Tochter des Bandmachers Lorenz Kirmen aus Rustendorf 43 und seiner Ehefrau Katharina geb. Bayerin. Als Patin fungierte: Elisabeth Tschaunerin, Wirtstochter aus Dreihaus 42. Die Hebamme war Eleonore Branstäderin.

Erste Trauung: 8. November 1789 durch Pfarrer Josef Mayer. Bräutigam: Michael Putz, 25 Jahre, Fleischhauer in Dreihaus 43. Braut: Theresia Steinzerin, 16 Jahre, aus Dreihaus 43
Beistände: Leopold Weinzettl und Josef Lemberistinger

Erste Beerdigung: 12. November 1789 auf dem Schmelzer Friedhof durch Kaplan Lechner Deusdedit, Kapuziner, Reindorfkirche. Erste Verstorbene war: Katharina Schuchtner, Taglöhnerskind aus Reindorf 69, 3 Jahre alt. Sie verstarb am 10. November 1789 an argem Schleimfieber (Bronchitis) und erhielt wegen der unbemittelten Verhältnisse, aus denen sie stammte, eine Gratisbeerdigung.