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15. Oktober - Hl. Theresa von Avila PDF Drucken E-Mail
Theresa von AvilaSpanische Mystikerin, Ordensgründerin und Kirchenlehrerin

Theresa von Ávila wurde am 28. März 1515 in Avila in Spanien geboren. Sie gilt als große Mystikerin, gründete in Spanien zahlreiche neue Klöster der neuen strengen Observanz (sog. "unbeschuhte" Karmeliten), sowohl für Frauen als auch für Männer, und war mit zahlreichen Visionen begnadet.

Im Alter von 21 Jahren trat sie in das Karmelitinnenkloster ihrer Vaterstadt Avila ein und nahm den Ordensnamen Teresa de Jesus an. Ihr Leben war lange Zeit geprägt von körperlicher Krankheit, inneren Auseinandersetzungen und ihrer spirituellen Suche, die geprägt war von Zweifeln und dem Ringen um das innere Beten. Es war ihr reiches Innenleben, ihre Visionen und Bilder, die sie immer wieder in Unsicherheit geführt hatten, ihr aber auch geholfen hatten, auch ohne geeigneten Seelenführer ihren Weg zu Gott zu suchen und zu finden.

1554, im Kloster der Menschwerdung in Avila, erfuhr sie vor einer Christusstatue eine schwere Erschütterung, die sie so berührte, dass sie in radikaler Selbstaufgabe nur noch für Christus leben wollte. Dieses Ereignis machte Theresa für ihren spirituellen Weg erst wirklich bereit. Ein wichtiger Weggefährte Theresas war der spanische Mystiker Johannes vom Kreuz.

 

Da der Sterbetag Teresas von Ávila in der katholischen Kirche bereits der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi war, wurde ihr Gedenktag um einen Tag verlegt. Da auf den 4. Oktober wegen der gregorianischen Kalenderreform der 15. Oktober folgte, wird heute dieser Tag als Gedenktag gefeiert. Teresa ist also in den damaligen katholischen Gebieten am letzten Tag der Gültigkeit des Julianischen Kalenders gestorben. Gelegentlich taucht entsprechend diesem Kalender auch der 5. Oktober als Gedenktag auf.

Theresa von Ávila wurde 1614 selig und 1622 heiliggesprochen. 1970 wurde sie von Papst Paul VI. als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben.

Trotz ihrer intensiven Reisetätigkeit und der Klostergründungen hat Theresa ein umfangreiches schriftliches Werk hinterlassen. Ihr Hauptwerk ist das Buch "Las Moradas del Castillo Interior“, im deutschen Sprachraum bekannt geworden unter dem Titel „Innere Burg“ bzw. „Seelenburg", das man als Lehrbuch für einen spirituellen Weg bezeichnen kann und in dem sie das innere Gebet beschreibt.

Eine ausführliche Biografie kann im Heiligenlexikon nachgelesen werden.