Pfarre Reindorf
Bauwerk PDF Drucken E-Mail

Die Reindorfer Pfarrkirche ist nachweislich der letzte von Kaiser Josef II. verfügte Kirchenneubau.

Das Gotteshaus zeigt den Stil der josephinischen Sakralbauten, er wirkt schlicht und einfach. Die durch einen kleinen Vorplatz von der Reindorfgasse abgesetzten Kirche ist an der Eingangsfront durch einen mit Pilastern (Teilpfeiler) begrenzten Mittelrisalit versehen, darüber befindet sich der Turmaufsatz mit rundbogigen Schallfenstern, Uhrengiebeln und Welscher Haube.

Das Innere ist ein breit proportionierter schlicht gegliederter, dreijochiger Saalraum mit ausgerundeten Ecken und Platzlgewölben zwischen Doppelgurten auf Wandpfeilern mit Doppelpilastern.

Die Innenausstattung stammt zum Teil aus Klosterkirchen, die unter Josef II. aufgelassen worden waren.

Die beiden auf der linken Seite stehenden, gleichartigen Seitenaltäre stammen aus der Zeit um 1789 und sind klassizistische Bildrahmenretabel (lat. retro tabula altaris „Tafel hinter dem Altar“). Die Altarblätter stammen aus der ehemaligen Stiftskirche St. Dorothea im 1. Bezirk – sie zeigen die Predigt des hl. Antonius von Padua sowie die Flucht der hl. Familie aus Ägypten.

Das rechte Seitenschiff enthält den sogenannten Mariazeller Altar mit einer Kopie der barocken Gnadenstatue aus dem 18. Jahrhundert, der 1929 geweiht wurde. Der Reindorf Mariazeller-Verein ist der zweitälteste von Wien und besteht seit 1880.