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“In meiner Diözese sind die einfachen Menschen, die keine umfangreichen theologischen Kenntnisse besitzen, die jedoch beten und auf diese Weise mit dem Rosenkranz evangelisieren, die erfolgreichsten, wenn es um die Mission geht.”
-Bischof Norbert Strotmann- 2004

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6. Jänner - Hochfest der Erscheinung des Herrn PDF Drucken E-Mail

Hl. Drei Könige

Dreikönigstag - Erscheinung des Herrn

Das Hochfest, das die katholische Kirche am 6. Jänner in der Liturgie feiert, heißt "Erscheinung des Herrn" (Ephiphanie). Mit Erscheinung ist die menschliche Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi, das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu gemeint. Diese Göttlichkeit wird sichtbar durch die Anbetung der Magier, in der Taufe im Jordan und im Wunder von Kana. Dabei wird die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland als Evangelium gelesen: 

"Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: "Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen." (Matthäus 2, 1-2). Weiters heißt es: "Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar."

 

Das Fest der Mutterschaft Marien ist heute ein nichtkanonisches Marienfest, das zunächst 1931 alös Hochfest von Papst Pius XI. anlässlich des 1500-jährigen Jubiläums des Konzils von Ephesus eingeführt wurde; bei diesem Konzil wurde der Titel Gottesmutter für Maria erstmals verbindlich festgeschrieben.

Papst Paul VI. verlegte das Hochfest der Gottesmutter Maria auf den 1. Januar, damit das große Marienfest auch einen stark christologischen Inhalt bewahrt an dem Tag, an dem bis zur Kalenderreform von 1969 der Tag der Namensgebung des Herrn gefeiert wurde.

Es entstand eine umfangreiche Legendenbildung zu diesen "Sterndeutern aus dem Osten". Der Volksglauben machte aus den Magiern Könige verschiedener Erdteile und legte ihre Zahl in Anbindung an die Zahl der Geschenke auf drei fest. Seit dem sechsten Jahrhundert werden ihre Namen mit Caspar, Melchior und Balthasar angegeben. In der Kunst wird zumeist Caspar als Myrrhe schenkender Afrikaner, Melchior als Goldschätze überreichender Europäer und Balthasar als asiatischer König gezeigt, der Weihrauch zur Krippe bringt.

Grund dafür, dass der Begriff "Dreikönigstag" heutzutage der bekanntere Ausdruck für das Fest "Erscheinung des Herrn" ist, liegt in der Reliquienverehrung, die in der mittelalterlichen Volksfrömmigkeit in den Vordergrund getreten ist.

Den Legenden zufolge soll die Heilige Helena, die Mutter des Kaisers Konstantins I., auf einer Pilgerfahrt in Palästina um das Jahr 326 die Gebeine der Könige gefunden und mit sich genommen haben. Nach einer Legende aus dem 12. Jahrhundert soll Bischof Eustorgius von Mailand († um 350) einige Jahre später die Reliquien als Geschenk des Kaisers erhalten und persönlich nach seinem Bischofssitz Mailand überführt haben.

In der diesem Bischof geweihten St. Eustorgius-Kirche in Mailand lassen sich die Reliquien der Heiligen Drei Könige erstmals geschichtlich nachweisen.

1158 wurden sie angesichts der ersten Belagerung Mailands durch Friedrich Barbarossa von der außerhalb der Stadtmauern gelegenen Eustorgius-Kirche in den Glockenturm der in der Stadt befindlichen Kirche St. Georg geschafft.

Nach der Belagerung Mailands erhielt der damalige Kölner Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine 1164 als Geschenk von Kaiser Barbarossa. In dem Geschenk des Kaisers drückte sich auch eine politische Absicht aus. Die Gebeine der sozusagen „ersten christlichen Könige“ sollten dem Reich Barbarossas eine sakrale Rechtfertigung ohne Abhängigkeit vom Papst verleihen. Am 23. Juli 1164 gelangten die Reliquien nach Köln, wo sie bis heute im Kölner Dom verehrt werden. 1903 wurde ein Teil der Reliquien an die Mailänder Eustorgius-Kirche zurückgegeben.