Pfarre Reindorf
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Sprüchesammlung

“Gerade der Rosenkranz ist wie eine Jakobsleiter, die uns von der Erde zum Himmel führt, von der Welt zu Gott.”
-Kardinal Joachim Meisner- bei der Maria-Namen-Feier in Wien, im September 2004

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Ablass - NICHT NUR zu Allerheiligen PDF Drucken E-Mail
  
  
Ablass ist nicht nur etwas für die ersten Novembertage - und nicht nur im Zusammenhang mit unseren Verstorbenen. Im hier downloadbaren Folder finden Sie Infos über ein sehr interessantes und nützliches katholisches "Gnaden-TOOL": die Gewinnung eines Ablasses. In Misskredit geraten durch die mittelalterliche Praktik des Ablass-Handels - zu Recht von Martin Luther kritisiert - muß man aber das Kind nicht mit dem Bad ausschütten. Ablass ist eine GEISTLICHE SUBVENTION der Kirche an all jene, die sich ausstrecken nach einem intensiveren Leben mit Jesus. Wer sich sehnt nach mehr Fülle, Power und Vollblut-Christsein, kann zulangen, wenn ihn die Kirche mit diesem Gnadenwerkzeug unterstützen will. 

Am 2. November gilt unsere Aufmerksamkeit denen, die wir "Arme Seelen" nennen, weil sie schon gestorben sind, aber noch nicht "fit für den Himmel". An ihnene "klebt" noch etliches von ihrem irdischen Dasein und hält sie ab vom himmlischen Genuß, der Seligkeit. Um ihr Befreiungsmanöver von diesen Blockaden ("Fegefeuer") zu unterstützen, können wir in diesen Tagen von 1. - 8,. November für unsere Verstorbenen einen Ablass gewinnen. Durch Beichte, Kommunion, Gebet auf Meinung des Heiligen Vaters und Freidhofbesuch unterstützen wir unsere Verstorbenen bei ihrem Läuterungsprozess, um ganz am himmlischen Leben teilnehmen zu können.

Von 1. bis zum 8. November kann täglich einmal ein vollkommener Ablass für die Verstorbenen gewonnen werden. Neben den üblichen Voraussetzungen (Beichte, wobei eine zur Gewinnung mehrerer vollkommener Ablässe genügt; entschlossene Abkehr von jeder Sünde; Kommunionempfang und Gebet auf die Meinung des Heiligen Vaters - diese Erfordernisse können mehrere Tage vor oder nach der Verrichtung des jeweiligen Ablasswerkes erfüllt werden) sind vonnöten:

  • am Allerseelentag (einschließlich 1. November ab 12 Uhr): Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, mit Gebet des Vaterunser und des Glaubensbekenntnisses; oder
  • vom 1. bis zum 8. November: Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen.

Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablass für die Verstorbenen. Ein solcher kann an diesen und auch an den übrigen Tagen des Jahres durch Friedhofsbesuch wiederholt gewonnen werden.

Hintergrundinformation:

  1. Ablass ist der Nachlass zeitlicher Sündenstrafen für der Schuld nach bereits vergebenen Sünden, der dem recht disponierten Gläubigen unter bestimmten, klar umschriebenen Bedingungen durch die Kirche gewährt wird, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen autoritativ austeilt und zuwendet.
  2. Der Ablass ist ein teilweiser oder vollkommener, je nachdem er von der zeitlichen Sündenstrafe teilweise oder ganz befreit.
  3. Niemand, der einen Ablass gewinnt, kann diesen anderen Lebenden zuwenden.
  4. Teil- und Vollablässe können fürbittend den Verstorbenen zugewendet werden.