Pfarre Reindorf
Zum Nachdenken (2) PDF Drucken E-Mail
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Zum Nachdenken (2)
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Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ein Mensch einen Traum;
er träumte, er ginge den Strand entlang mit Gott,
über den Himmel hin leuchteten die Szenen aus seinem Leben auf,
für jede der Szenen bemerkte er im Sand zwei Fußspuren:
die eine gehörte ihm selbst, die andere zu Gott.
Als die letzte Szene vor ihm aufgeleuchtet war,
blickte er zurück auf die Fußspuren und bemerkte,
dass lange Zeit den Weg nur ein Paar Spuren im Sand zu sehen waren.
Er bemerkte auch, dass dies geschehen war
während der schwersten und traurigsten Zeit seines Lebens.
Dies machte ihm ernstlich Kopfzerbrechen und er fragte Gott:
Herr, Du sagtest, als ich mich entschied, Dir zu folgen,
Du würdest den ganzen Weg mitgehen.
Aber ich bemerkte, dass während der schlimmsten Zeit meines Lebens
nur ein Paar Spuren da waren.
Ich verstehe nicht, dass - als ich Dich am meisten brauchte -
Du mich verlassen hast.
Gott antwortete: Mein kostbares Kind,
ich liebe Dich und wollte Dich niemals verlassen.
Während Deiner Zeit voller Last und Leiden,
als Du nur ein Paar Spuren sahst,
da war es so, dass ich Dich getragen habe!
                                  Margaret Fishback Powers
                                  Copyright (c) 1964 Margaret Fishback Powers
                                  Copyright (c) der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen (www.brunnen.verlag.de)

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