Pfarre Reindorf
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Sprüchesammlung

“Das Rosenkranzgebet kann Euch helfen, die Kunst des Betens in der Einfachheit und Tiefe Mariens zu erlernen.”
-Papst Benedikt XVI.- In einer Grußbotschaft an die holländische Jugend aus Anlass des ersten katholischen Jugendtags in den Niederlanden im November 2

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10. Mai - Christi Himmelfahrt PDF Drucken E-Mail
Christi Himmelfahrt"... er wurde vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf ..." (vergl. Apg 1, 9)

Christi Himmelfahrt wird 40 Tage nach dem Ostersonntag, also immer an einem Donnerstag, begangen. Diese 40 Tage gehen zurück auf das Zeugnis des Lukas: Den Aposteln erwies er sich nach seinem Leiden auch durch viele Beweise als lebendig, indem er ihnen während vierzig Tagen erschien und über das Reich Gottes redete (Apostel­geschichte 1, 3).

Sowohl das Lukas-Evangelium als auch die Apostel­geschichte berichten, wie Jesus, nachdem er am Ostertag von den Toten auferstanden war und immer wieder mit seinen Jüngern gesprochen hatte, vor ihren Augen emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde (Lukas­evangelium 24, 51; Apostel­geschichte 1, 9). Himmelfahrt meint jenseits aller naiv-gegenständlichen Vorstellungen den endgültigen Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit.

Das Gedächtnis der Erhöhung Christi war zunächst eng mit der Osterfeier verbunden. Die Osterzeit wurde nach 50 Tagen an Pfingsten festlich abgeschlossen, dabei beging man zunächst Himmelfahrt und Pfingsten zusammen. Wohl in der Folge des 1. Konzils von Nicäa setzte sich um 370 der Brauch durch, entsprechend der Chronologie des Lukas den 40. Tag nach Ostern als eigenständiges Fest zu begehen, wodurch zur 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern eine gewisse Entsprechung hergestellt wurde.

Traditionell sind die drei Tage zuvor, Montag, Dienstag und Mittwoch, in der katholischen Kirche Bitttage, im 4. Jahrhundert erstmals in der römischen Kirche eingeführt. Um 600 hat sich Papst Gregor der Große um die Ausgestaltung von Prozessionen bemüht, die stets mit einer Messfeier in der Peterskirche in Rom endeten und erst 1969 abgeschafft wurden. Um 800 wurden von Papst Leo III. am Montag, Dienstag und Mittwoch vor Christi Himmelfahrt die Bittprozessionen in Rom eingeführt. An diesen drei Tagen vor Christi Himmelfahrt wurde in langen Bittprozessionen von Ort zu Ort für eine gute Ernte gebetet. Erhalten haben sich an manchen katholischen Orten bis heute kleinere Flurprozessionen: Dabei gehen die Gläubigen und der Priester mit einem voran getragenen Kreuz durch die Felder und beten bei Bildstöcken, Wegkreuzen und Feldkapellen darum, dass von der Ernte alles Schädliche – wie lange Nässe oder Dürre – abgehalten werde. Der Tag endet dann mit Speis und Trank, auch Tanz, Musik, Wettkämpfe und Geschicklichkeitsspiele bereichern traditionell die Prozession.

aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon