Pfarre Reindorf
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Sprüchesammlung

“Im Rosenkranz zeigt uns Maria die Lebenswege Jesu, auf denen wir ihm folgen sollen.”
-Kardinal DDr. Franz König-

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Aus dem Terminblatt - April 2018 PDF Drucken E-Mail
Darstellung des barmherzigen JesusDie Barmherzigkeit Gottes

Die  Fastenzeit mit ihrer abschließenden Karwoche hat uns wie jedes Jahr auf Ostern vorbereitet. Der Palmsonntag erinnerte uns an den Einzug Jesu in Jerusalem. Am Gründonnerstag feierten wir das letzte Abendmahl und am Karfreitag gingen wir mit Jesus in sein Leiden und Sterben hinein. Der Karsamstag zeigte uns die Grabesruhe Jesu und sein Hinabsteigen zu den Toten.

In der Osternacht feiern wir nun das höchste Fest im Kirchenjahr, nämlich die Auferstehung Jesu. So haben wir einen großen Bogen geschlagen, doch damit ist die Osterzeit nicht vorüber. Wir feiern acht Tage dieses große Fest und am Oktavtag, also dem Sonntag nach dem Ostersonntag, ist der weiße Sonntag, seit einigen Jahren auch als Barmherzigkeitssonntag bezeichnet.

Wie kam es dazu, dass dieser Sonntag eine Namensänderung erfuhr? Der weiße Sonntag wurde deshalb so genannt, da die Neugetauften der Osternacht bis zu diesem Tag ihr weißes Taufkleid tragen durften. Doch Papst Johannes Paul II. hat, nachdem er Schwester Maria Faustyna Kowalska heilig gesprochen hatte, auch noch diesen Barmherzigkeitssonntag für die ganze Kirche eingeführt. So ist es sicher wichtig, dass wir uns ein wenig mit dieser Barmherzigkeit Gottes beschäftigen.

Sr. Faustyna, als Botin der Barmherzigkeit, verfasste auf Anraten ihrer Beichtväter ein Tagebuch, wo sie ihre Eindrücke aufschrieb, die sie immer wieder im Gebet empfangen hatte. So war es für sie wichtig, dass sie auf Gottes Barmherzigkeit mit großem Vertrauen antwortete. Sie sollte aus Liebe zu Jesus Taten der Barmherzigkeit setzen, die aus Werken, Worten und Gebeten bestanden. Ihr Leben hat immer wieder diese Barmherzigkeit Gottes gezeigt, auch wenn ihre Mitschwestern von ihrem inneren Leben und Ringen nicht viel mitbekommen haben.

Im Tagebuch von Sr. Faustyna kann man den Wunsch erkennen, dass sie auf die Güte Gottes in ihrem Leben hinweisen wollte.

Für mich besteht die Barmherzigkeit Gottes in erster Linie darin, immer zu Jesus zu kommen, auch wenn ich viele und schwere Sünden begangen habe. In dem ganz tiefen Vertrauen, dass Jesus uns immer verzeihen wird, dürfen wir in der Beichte Gott alles bekennen. Und wenn wir bereuen und uns bewusst von unseren Sünden abwenden, können wir neu starten und uns so wie die Neugetauften der Osternacht mit einem neuen weißen Kleid bekleiden lassen, das Jesus uns schenkt.

So wünsche ich uns allen eine erfüllte Osterzeit, in der wir auch eine tiefe Erfahrung der Güte Gottes und seiner Barmherzigkeit machen dürfen.

Dafür betet    
Sr. Edith